Geburtsplan

Geburtsplan: deine Wünsche, klar formuliert

Wähle deine Wünsche für jeden Moment der Geburt, jeder Fachbegriff in einfachen Worten erklärt. Dein Plan schreibt sich, während du antwortest. Schließ ihn in Amelia ab, um die letzten Schritte zu ergänzen und ein PDF für dein Team zu bekommen.

Aktualisiert im November 2026

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Über dich

Fangen wir mit dem Wichtigsten an, damit das Team weiß, wer du bist.

Hast du schon einmal entbunden?
Welche Art von Geburt planst du?

Ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) ist eine Operation, bei der das Baby durch einen Schnitt in Bauchdecke und Gebärmutter geboren wird. Ein geplanter (primärer) Kaiserschnitt wird aus medizinischen Gründen oder nach Absprache mit deinem Team im Voraus terminiert.

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Ankunft in der Klinik

Bei der Aufnahme werden dir vielleicht einige Routinemaßnahmen angeboten. Was hältst du davon?

Ein venöser Zugang (Venenkanüle)
Was bedeutet das?

Ein dünnes Kunststoffröhrchen in einer Vene an Hand oder Arm, über das schnell Flüssigkeit oder Medikamente gegeben werden können. Manche Kliniken legen ihn routinemäßig; du kannst darum bitten, dass er nur bei Bedarf gelegt wird.

Falls eine Geburtseinleitung vorgeschlagen wird…
Was bedeutet das?

Bei einer Einleitung werden die Wehen künstlich ausgelöst: mit Medikamenten (Prostaglandine oder Oxytocin), einem Ballonkatheter oder durch Öffnen der Fruchtblase. Sie kann aus medizinischen Gründen empfohlen werden, zum Beispiel wenn die Schwangerschaft über 41 Wochen hinausgeht.

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Dein Raum

Eine Geburt kann lange dauern. Lass uns den Raum ein bisschen mehr zu deinem machen.

Eigene Kleidung tragen
Eigene Musik hören
Gedämpftes Licht
So viel Ruhe wie möglich
Nur die nötigen Personen im Raum
Studierende im Raum
Fotos oder Video von der Geburt
Was bedeutet das?

Kliniken haben eigene Regeln für Fotos und Videos im Kreißsaal. Frag am besten vorher nach.

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Während der Wehen

Jetzt geht es darum, wie du die Wehenzeit verbringen möchtest.

Bewegungsfreiheit: gehen oder den Geburtsball nutzen
Trinken und leichte Snacks
Was bedeutet das?

Für Frauen mit niedrigem Risiko empfiehlt die WHO, unter der Geburt trinken und essen zu dürfen. In manchen Situationen rät das Team davon ab, zum Beispiel wenn eine Vollnarkose nötig werden könnte.

Dusche oder Badewanne zur Entspannung
Wie sollen die Herztöne deines Babys überwacht werden?

Intermittierende Auskultation: Die Hebamme hört die Herztöne des Babys in regelmäßigen Abständen mit einem Handdoppler oder einem Hörrohr (Pinard-Stethoskop) ab, sodass du dich frei bewegen kannst. Die WHO empfiehlt sie für gesunde Frauen unter der Geburt.

Die Kardiotokografie (CTG) zeichnet die Herztöne des Babys und deine Wehen mit zwei Sensoren am Bauch fortlaufend auf. Sie wird bei Risikofaktoren, bei einem Wehentropf (Oxytocin) oder bei einer PDA empfohlen.

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Medizinische Maßnahmen

Diese Maßnahmen sind unter der Geburt manchmal nötig. Ich erkläre dir jede einzelne.

Vaginale Untersuchungen
Was bedeutet das?

Die Hebamme oder Ärztin prüft mit behandschuhten Fingern, wie weit sich der Muttermund geöffnet hat. Die WHO empfiehlt bei niedrigem Risiko in der aktiven Eröffnungsphase eine Untersuchung alle 4 Stunden.

Öffnen der Fruchtblase (Amniotomie)
Was bedeutet das?

Das Team öffnet die Fruchtblase mit einem sterilen Häkchen. Das kann gemacht werden, um die Geburt zu beschleunigen oder die Farbe des Fruchtwassers zu prüfen.

Ein Wehentropf (Oxytocin), um die Geburt zu beschleunigen
Was bedeutet das?

Synthetisches Oxytocin über eine Infusion macht die Wehen stärker und häufiger. Es kann helfen, wenn die Geburt ins Stocken gerät; die Wehen fühlen sich meist intensiver an.

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Schmerzlinderung

Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Viele entscheiden sich am Tag selbst um, und das ist völlig in Ordnung.

Wie stehst du zur Schmerzlinderung?
Welche Methoden möchtest du zur Verfügung haben?

TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation): Kleine Elektroden am Rücken senden sanfte elektrische Impulse, die manche in der frühen Geburtsphase als hilfreich empfinden.

Ein Gemisch aus Lachgas und Sauerstoff, das du über ein Mundstück oder eine Maske einatmest. Es wirkt innerhalb von Sekunden und lässt schnell wieder nach. Nicht jede Klinik bietet es an.

Starke Schmerzmittel wie Pethidin, als Spritze oder Infusion. Sie können müde machen oder Übelkeit auslösen und, kurz vor der Geburt gegeben, die Atmung des Babys und das erste Anlegen beeinträchtigen.

Periduralanästhesie (PDA): Ein örtliches Betäubungsmittel wird über einen dünnen Katheter im unteren Rücken gegeben und lindert die Schmerzen ab der Taille abwärts. Sie ist die wirksamste Schmerzlinderung; meist gehören ein kontinuierliches CTG und eine Infusion dazu, und die Austreibungsphase kann länger dauern.

Informationen darüber, wie Beruhigungs-, Schmerz- oder Betäubungsmittel das Stillen beeinflussen können

Geburtsplan

Deine Antworten erscheinen hier, sobald du sie auswählst.

Das sind meine Wünsche für die Geburt. Mir ist bewusst, dass sich eine Geburt nicht vollständig vorhersagen lässt und dass das Team den Plan zu meiner Sicherheit oder der meines Babys ändern muss, wenn es nötig ist. In diesem Fall möchte ich, dass es mir erklärt wird.

Schließ deinen Plan in Amelia ab

Die letzten fünf Schritte, das PDF und die Ansicht für das Team gibt es in Amelia, kostenlos fürs iPhone:

  1. Die Geburt
  2. Dein Baby kennenlernen
  3. Falls ein Kaiserschnitt nötig wird
  4. Die ersten Tage deines Babys
  5. Noch etwas?
  • Ein sauberes PDF zum Drucken oder Teilen, in 5 Sprachen
  • Eine Ansicht in großer Schrift für den Kreißsaal
  • Geteilt mit deinem Partner über iCloud
Laden imApp Store

Kostenlos. Dein Plan bleibt in deiner eigenen iCloud.

Was ist ein Geburtsplan?

Ein Geburtsplan ist ein kurzes Schreiben, in dem du deinem Team sagst, was dir bei Wehen, Geburt und den ersten Momenten danach wichtig ist: wer dich begleitet, Schmerzlinderung, Überwachung, Geburtspositionen und was passiert, wenn dein Baby da ist. Er hilft dir, dich in Ruhe mit den Möglichkeiten zu beschäftigen, und dem Team, deine Wünsche zu kennen, auch wenn dir gerade nicht nach Reden ist.

Viele Kliniken besprechen den Geburtsplan bei der Anmeldung zur Geburt. Frag deine Hebamme, was in deiner Klinik möglich ist.

So schreibst du einen guten Geburtsplan

Häufige Fragen

Wann sollte ich den Geburtsplan schreiben?

Viele fangen im dritten Trimester an, etwa zwischen der 28. und 34. SSW, und besprechen ihn bei der Klinikanmeldung oder mit der Hebamme vor der 36. SSW. So bleibt Zeit für Fragen.

Muss sich die Klinik an meinen Geburtsplan halten?

Das Team versucht, deine Wünsche zu respektieren, solange es sicher ist. Ändert sich etwas aus medizinischen Gründen, sollte es dir erklären, warum, und mit dir über die Alternativen sprechen.

Kann ich während der Geburt meine Meinung ändern?

Ja, jederzeit. Der Geburtsplan beschreibt Wünsche, er ist kein Vertrag. Du kannst alles neu entscheiden, auch über die PDA.

Quellen

Auf Grundlage der Quellen oben geschrieben. Das sind allgemeine Informationen: Deine Hebamme oder Ärztin kennt deine Situation.

Amelia gibt allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. Folge immer deiner Hebamme, deiner Ärztin oder deinem Arzt und melde dich bei ihnen, wenn du unsicher bist. Im Notfall: 112.

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